Ein gelungenes Seminargruppentreffen VC75/01
Geschrieben von Daniel Kling Freitag, 15. Juli 2005
Sehr geehrte Frau Hörnicke,
ja, unser Seminargruppentreffen VC 75/01 zum 25jährigen Diplom war wirklich ein voller Erfolg und ein wunderbares Erlebnis!
Wir trafen uns am Samstag, den 11.6.05 auf dem Campingplatz am Hasse-See, gar nicht weit weg von Merseburg, den wir jedoch „von damals“ gar nicht kannten, da wir als Studenten „anno dazumal“ alle unmotorisiert waren. Heute hatte eine Kommilitonin von uns, die immer noch in Halle ansässig ist für uns dort die Bungalow-Ecke gemietet, auf deren Wiese wir uns am Samstag-Nachmittag alle einfanden, doch wiedererkannten und uns erzählten, was die letzten 25Jahre so passiert war.
Es war gleich wie in alten Zeiten feucht-fröhlich und sehr interessant zu erfahren, wohin es jeden so verschlagen hatte, was jede/r so treibt heutzutage und wie weit die Kinder so sind mit Ausbildung und eventuell schon eigener Familie. Wir haben immerhin schon eine Oma unter uns!! (Sie war auch damals unsere erste Mama, noch/schon zu TH-Zeiten!).
Am Abend konnten wir dort auf der Wiese auch grillen und Dank des unermüdlichen Einsatzes eines Pyromanen unter uns, der zu unserer aller Begeisterung pausenlos neues Holz aus dem Wald anschleppte, hatten wir auch ein schönes Lagerfeuer, um das wir bis tief in die Nacht noch sitzen und weitererzählen konnten.
Bei dem mitternächtlichen Abendspaziergang zwecks Frühstücksanmeldung sind wir dann auch noch ein bisschen bei der Campingplatz-Disco „hängengeblieben“, ehe wir dann „in frühen Stunden“ unsere Wege in die Bungalow-Betten fanden....
Die Bungalows sind mit Küchen und Bädern und jeweils 4Betten einfach und praktisch eingerichtet – es war uns wichtig, dass wir alle gemeinsam und ohne noch fahren zu müssen, den Abend verbringen konnten.
Am Sonntag nach dem Frühstück fuhren wir dann endlich zu unserer ehemaligen TH, wo wir mit Herrn Warncke verabredet waren, der so freundlich war, seinen Sonntag für uns zu opfern, um uns einen kleinen Rundgang durch Labore, Hörsäle und das Technikum zu ermöglichen. Herzlichen Dank besonders an ihn noch mal an dieser Stelle!
Wir waren erstaunt, wie groß die Büsche, inzwischen Bäume geworden waren und haben uns sehr darüber gefreut, in welch guter und gepflegter Verfassung das ganze Gelände zwischen dem Hauptgebäude und den vorderen Wohnheimen war bzw. ist. Die umgestaltete Wiese vor unserem ehemaligen Wohnheim II mit dem inzwischen zu einem ordentlichen Weg aufgestiegenen ehemaligen Trampelpfad hat uns auch gefallen – wie wir inzwischen in dem Infomaterial von Ihnen gelesen haben, ist dies ja auch gerade erst im letzten Jahr gemacht worden. Schön, dass es dafür in den heutigen Zeiten Gelder gibt!!...
Nach einer kurzen Einführung in den Wandel der TH/FH in den letzten Jahren führte uns Herr Warncke in einen noch alten Hörsaal, der noch so war wie in unseren Tagen – und wir mussten uns grad alle noch mal in die Klappbänke und –Tische setzen, Herr Warncke wird wahrscheinlich gedacht haben, was ist denn das für ein Kindergarten, aber wir hatten unseren Spaß!!
Als den absoluten Höhepunkt unseres Besuches haben wir den Eintritt in einen der alten Laborsäle empfunden, der uns sofort und unmittelbar in unsere Studienzeit zurückversetzte! Die rot gekachelten Tische, die wie damals mit Vorhängeschlössern behangenen Unterschränke, die verkohlten Abzüge und die schönen alten Gerätschaften – herrlich!! Alte Erinnerungen an die dort verbrachten Praktikums- Nachmittage fielen uns wieder ein und wir gedachten mit Respekt unseres ersten Assistenten im Labor – Herrn Knoth - was wird er für Blut und Wasser mit uns Anfängern geschwitzt haben!!
Es wäre sehr wünschenswert, wenn man einen oder zumindest einen Teil dieser schönen alten Laborsäle in diesem Zustand mit Glas- und Laborgeräten dieser Zeit bestückt, „als Museum“ für spätere und ehemalige Studenten und andere Besucher zur Ansicht erhalten könnte! Es wäre unserer Meinung nach einfach zu schade, das alles weg zu renovieren.....
Dann haben wir natürlich auch noch einen neu renovierten und mit modernster Technik ausgestatteten Hörsaal und auch ein neues modernes Labor gezeigt bekommen – ja, die Studenten von heute haben es schon auch gut, davon konnten wir uns schon deutlich überzeugen. Schön, dass es die TH, jetzt FH geschafft hat, sich auch in der heutigen Uni-Landschaft zu behaupten, aus unserer Sicht bietet der Campus sicher ein gutes Studien-Umfeld.
Zum Abschluß besuchten wir noch das neue Chemiemuseum im hinteren Teil des Campusgeländes. Von der fast liebevollen Instandhaltung und Denkmalsetzung dieser industriellen Zeitzeugen waren wir auch sehr beeindruckt. Es wäre schön, wenn eine solche Bewahrung auch der chemischen Laborausstattung und Ausrüstung auf dem Campusgelände gelingen könnte und wir bei unserem nächsten Ehemaligentreffen wieder eine solche „Zeitreise zurück in die Vergangenheit“ unternehmen könnten!
Wir möchten an dieser Stelle nochmals allen Beteiligten seitens der FH Merseburg für Ihre freundliche Unterstützung unseres Treffens danken, insbesondere Frau Tänzer, Frau Hörnicke und Herrn Warncke, so dass sich unser Wiedersehen mit „unserer TH“ zu einem erinnerungsvollen Erlebnis gestaltete.
Vielen Dank auch für das übergebene Informationsmaterial zur heutigen FH, vielleicht werden Sie demnächst noch einige Anmeldungen zum „Freundeskreis der Hochschule Merseburg (FH) e.V.“ vorfinden!
Mit freundlichen Grüßen aus Mainz-
Gerald und Elke Nyakatura
ehemals VC 75 /01.
